In erster Linie lässt sich Babylon als Auslöser der Verwirrung erklären. Alles Gottgegebene wird in Frage gestellt und verzerrt.
Doch wie kann Babylon in unser Leben gelangen ohne dass wir Notiz davon nehmen ?
Dies geschieht durch 4 Schritte.
Der erste Pfeiler nennt sich Selbsterbauung und der Wunsch nach Unabhängigkeit. Ein gutes Beispiel dafür findet sich in 1. Mose 11,4. „»Auf«, sagten sie, »wir wollen eine Stadt errichten mit einem Turm, der bis in den Himmel reicht – ein Denkmal unserer Erhabenheit! Es wird verhindern, dass wir uns über die ganze Welt zerstreuen“
Die Menschen wollten sich mit der Erbauung eines Turms einen Namen machen, denn er sollte bis in den Himmel reichen und ihre Erhabenheit veranschaulichen. Sie waren sich sicher, so die Zerstreuung der Menschheit über die ganze Erde aufzuhalten.
Der zweite Pfeiler ist der Selbstgenuss und die Errichtung eines eigenen Maßstabs. Nicht mehr Gott entscheidet, sondern der Mensch selbst definiert Gut und Böse. Demnach sind Menschen was sie fühlen. Was sich gut anfühlt, somit auch gut. Was sich schlecht anfühlt, ist demzufolge auch schlecht.
Der dritte Pfeiler wird durch die Selbstverherrlichung illustriert. Das „sein wollen“ wie Gott. Gottes Wort wird lächerlich gemacht und von der Wirtschaft belächelt, teuflische Mächte werden verharmlost.
Der vierte und letzte Pfeiler ist die Selbstanbetung. Selbstanbetung ist der insgeheime Glaube, selbst Gott zu sein. Unser Verlangen, den wahren Gott anzubeten, wird betäubt. Daran können babylonische Götzen Schuld sein wie: Persönlichkeitsentwicklung, Wissenschaft, ewige Jugend, Stolz, Sex, Anerkennung, Berühmtheit, Schönheit, Macht und Geld.
In Epheser 5,11 wird uns folgender Rat gegeben: „Beteiligt euch nicht an den nutzlosen Taten der Finsternis, sondern deckt sie vielmehr auf.“




Babylon ist also Verwirrung und Selbstverherrlichung zugleich. Aber ging das Weltreich Babylon nicht schon vor langer Zeit unter? Wie können wir heute noch in einem babylonischen System leben?
Tauchen wir hierzu etwas in die Geschichte ein, denn bis zum heutigen Tag zieht Babylon einen roten Faden durch alle Weltreiche.
Es begann ca. 600 – 500 v. Christus mit der Erbauung des Turms. Das Babylonische Reich wurde durch die Perser erobert. Danach folgte das Medo-Persische Reich ca. 500-400 v. Christus, welches durch das Griechische Reich ca. 400-200 v. Christus abgelöst wurde. Eine neue Ära begann mit dem Römischen Reich ca. 200-500 n. Christus. Das Heilige Römische Reich deutscher Nation wurde 462-1806 gegründet. Unter Hitler entstand dann das Dritte (Römische) Reich von 1933 bis 1945.
1957 wurde mit dem Römischen Vertrag die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft gegründet und damit brach ein neues Zeitalter der immer engeren Zusammenarbeit in Europa an.
Im Jahr 1993 ist unter der Grundlage selbiger römischen Verträge die bis heute noch bestehende EU in Kraft getreten.







Alle Weltreiche fordern unsere Loyalität gegenüber ihren Götzen und ihrem Maßstab von Gut und Böse. Das bedeutet, dass sich das Reich selbst zu Gott macht. Der Kreis schließt sich beim Turmbau in 1. Mose 11,4 bei der Errichtung des Denkmals ihrer Erhabenheit.
Die Lüge, wie Gott sein zu können, existiert aber seit jeher und fand im Garten Eden durch den Sündenfall seinen Ursprung. 1.Mose 3,4-5 „Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.“
Die babylonische Formel ergibt sich also durch das „sein wollen“ wie Gott, die Rebellion ihm gegenüber und menschengemachte Götzen und Maßstäbe.
Dieser babylonische Geist zieht sich seit Jahrtausenden durch unsere Geschichte und die Verwirrung und Rebellion findet unter einem anderen Namen Anklang. Wir leben und arbeiten also auch heute noch in einem babylonischen System.



Die Jünger Jesu fordern uns in der Apostelgeschichte 4,19 auf, auf unser Gewissen zu hören. „Was meint ihr, will Gott, dass wir euch mehr gehorchen als ihm?“
In Römer 13,4-5 finden wir eine weitere Hilfestellung: „Die Regierung ist von Gott dazu eingesetzt, dich zu unterstützen. Wenn du jedoch unrecht tust, ist deine Angst begründet, denn du wirst bestraft werden. Sie ist von Gott dazu eingesetzt, diejenigen in seinem Auftrag zu bestrafen, die unrecht tun. Du sollst der Regierung also aus zwei Gründen gehorchen: damit du nicht bestraft wirst und damit du ein reines Gewissen behältst.“
Wir sollten also der Regierung nur so lange gehorchen, solange wir dabei ein reines Gewissen bewahren können.
„So spricht der Herr“ darf nicht ersetzt werden durch „So sagt die Kirche“ oder „So sagt der Staat“.
Sobald die Regierung Gesetze oder Regeln aufstellt, die uns in einen Gewissenskonflikt bringen, überschreitet sie ihren gottgegebenen Wirkungsbereich. Ab diesem Augenblick ist es ratsam, den Herrn darüber zu suchen und seiner Führung zu vertrauen.